Himmlische Zeichen

Nazca – das achte Weltwunder

In der Wüstenlandschaft von Nazca liegt das rund 530 Quadratkilometer große Gebiet, wo ein Gewirr von Hunderten kilometerlangen Linien, gigantische geometrische Muster und riesige Tierdarstellungen sowie „Fantasiegeschöpfe“, das „größte Skizzenbuch der Welt“ bilden. Ein wahres Weltwunder, das paradoxerweise von der Erde kaum auszumachen ist. Die Komplexheit der Figuren und Linien sind nur von der Luft aus betrachtet überschaubar. Am Boden nimmt man lediglich Vertiefungen im Erdreich wahr, die an einen Weg, eine Straße oder an lange, flache Rillen denken lassen. Die Bodenzeichnungen zeigen gigantische Wiedergaben von menschenähnlichen Figuren und Tierbildern, darunter Affe, Echse, Kolibri, Wal und ein kondorähnlicher Vogel von 300 Meter Länge.

Das kilometerlange Linien-system der Nazca-Wüste
Den überwiegenden Großteil der Wüstenzeichen bilden schnurgerade Linien. Sie laufen parallel, kreuz und quer, bündeln sich, sind manchmal schmäler, dann wieder breitflächig planiert oder verlaufen strahlenförmig und überschneiden ab und zu trapezförmige Figuren und überdimensionale Scharrbilder von Tierarten. Selbst über viele Kilometer weichen die geraden Linien nicht mehr als drei Meter ab. Noch aus 920 Kilometern Höhe aufgenommene Satellitenbilder zeigen schwach das Liniennetz von Nazca.

Gerade dieser Umstand inspirierte Reiseschriftsteller Erich von Däniken zu seiner phantastischen Idee: Die Zeichen wurden von Menschen (nicht von Außerirdischen, wie Kritiker dem Schweizer immer wieder gerne unterstellen) angelegt, um Besuchern aus dem Kosmos anzuzeigen - landet hier! Ist das Liniennetz als Erinnerung an himmlische Wesen angefertigt worden? Wollte man mit den Scharrbildern ein Zeichen setzen, hoffend auf die Wiederkehr der „Götter“?

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