„The London Artefact“

Der sogenannte „Hammer von Texas“ gehört seit einigen Jahrzehnten zu den wohl skurrilsten Funden der Erdgeschichte. Handelt es sich tatsächlich um ein vorsintflutliches Artefakt? Oder ist das Kuriosum lediglich ein Werkzeug, dass Bergarbeitern im 19. Jahrhundert verloren ging und ungewöhnlich von Sedimentgestein umschlossen wurde? Der hölzerne Stil soll in seinem Inneren teilweise verkohlt sein und ist am unteren Ende offenbar abgesägt worden.

Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung war der Gegenstand komplett von Kalkstein eingeschlossen. Daraus wurde gefolgert, dass der „Hammer“ vor der Entstehung des Steinmaterials entstanden ist, zumindest aber das gleiche Alter aufweisen müsste. Dieses Alter wird von Geologen auf 140 Millionen Jahre geschätzt. Eine urzeitliche Epoche, wo nach gängiger Auffassung noch kein menschliches Leben existierte. Eine Analyse durch das Metallurgische Institut „Batelle Memorial Laboratory“ in Columbus (Ohio, USA), brachte 1989 ein verwirrendes Ergebnis: Der metallische Oberteil des Fundstückes ist aus 96,6 % Eisen, 2,6 % Chlor und 0,74 % Schwefel zusammengesetzt. Demnach bestünde das Material fast zur Gänze aus reinem Eisen und korrodiert (rostet) nicht. Röntgengenaufnahmen zufolge soll der Stahl des Hammerkopfes keinerlei chemische Verunreinigungen oder Unregelmäßigkeiten aufweisen.

Fundort: Juni 1934, London (Texas, Kimball County), USA

Größe des Hammerkopfes: L 150, D 30 (Ganzes Objekt im Stein: L 220, B 165)