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"Die
genetische Scheibe" Dieser Diskus zählt zu
den interessantesten archäologischen Stücken aus Südamerika. Er enthält
Gravuren, die ein erstaunliches biologisches Wissen unserer Vorfahren
wiedergeben. Vor wenigen Monaten am Naturhistorischen Museum in Wien
durchgeführte Untersuchungen bestätigten, dass der Gegenstand nicht
aus künstlichem Material wie z.B. Zement geformt wurde, sondern aus natürlichem
Kieselschiefer mit kohlehaltigen Pigmenten, Lydit genannt, besteht. Er
soll aus vorgeschichtlicher Zeit stammen und wird einer Kultur
zugeordnet, die man als Prä- Muisca bezeichnet. Nach Analyse der
Mineral- und Edelsteinexpertin Dr. Vera M. F. Hammer, konnten
Verwitterungsspuren am Objekt festgestellt werden. Die genaue Zuordnung
muss noch infolge weiterer Prüfungen geschehen. Schiefer lässt sich
leicht spalten womit die Bearbeitung mit einfachen Werkzeugen möglich
ist. Schwieriger war es für den Hersteller eine kreisrunde Scheibe im
Durchmesser von 22 Zentimetern aus dem Gestein herauszuarbeiten. Der Mediziner Dr. Algund
Eemboom besah mit Kollegen die Segmente auf der Scheibe. Seine erste
Analyse bestätigt den bisherigen Eindruck: "Unter medizinischen
Gesichtspunkten der Embryologie lassen sich trotz einiger mythologischer
Überfremdungen entscheidende Entwicklungsstadien des menschlichen
Lebens erkennen. Besonders signifikant sind bei allen Kopfstrukturen die
weit außen liegenden Augen und das breite Nasensegment. Ein
Charakteristikum der frühen embryonalen Kopfstruktur. Viele Details
sind gut erkennbar wiedergegeben, etwa das frühe embryonale Stadium mit
Dottersack auf dem Außenring der Scheiben-Vorderseite. Univ. Prof. Dr. Rudolf
Distelberger, Direktor der Wiener Schatzkammer, ist international
renommierter Edelsteinexperte. Seine Stellungnahme in einer ersten
Begutachtung: "Die Scheibe ist ein inhaltlich sehr kompliziertes Stück.
Hier zeigt sich ein Problem, das wir nicht erklären können, aber
deutlich macht, weshalb der Gegenstand von manchen Wissenschaftlern oder
Museumsexperten abgelehnt und als Fälschung eingestuft wird: Er lässt
sich nicht einordnen in das bekannte südamerikanische Kultursystem, das
wir derzeit kennen. Warum aber sollte ein Fälscher etwas fälschen, das
nirgends einzuordnen ist? Das macht keinen Sinn. Man will ja etwas
verkaufen. Wenn also jemand z.B. ein Inkagefäß verkaufen will, weil es
am Kunstmarkt einen Wert hat, dann wird man ein Objekt in Gestalt eines
Inkagefäßes herstellen." Wenn keine Fälschung,
was dann? Könnte der kuriose Fund von einer untergegangenen Hochkultur
stammen, die unserem Wissenstand ebenbürtig war? Die Legenden um
versunkene Königreiche kommen einem in den Sinn. Ist die
"genetische Scheibe" eine Hinterlassenschaft aus dieser
Epoche? Fundort: Vermutlich Prä-Muisca
(Beginn der Muisca Kultur um 500 v. Chr.), Kolumbien Größe: Lydit, ca. 2
Kg; D ca. 22 cm |
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