Keramikfigur mit fremdartigen Attributen

Die alten Kulturen des Amazonasgebietes brachten ihre religiösen und mythischen Anschauungen in mannigfacher Weise zum Ausdruck. Neben zahlreichen naturalistischen Darstellungen, finden sich viele absonderliche, die von der Archäologie als „anthropomorphe – Lebewesen des tropischen Regenwaldes“ bezeichnet werden. Diese menschenähnliche Statuette wirkt durch den echsenartigen Kopf (oder Helm?) besonders bedrohlich. Der rechte Arm ist erhoben und in der Handfläche befindet sich ein runder Gegenstand. Er erinnert an eine Art Mandala, ein Instrument, dass Schamanen bei ihrer Seelenreise als Orientierungshilfe benötigen. Die Glaubensvorstellung von Menschen, die in Tiergestalt erscheinen, kennt man nicht nur von verschiedenen naturvölkern. Das Phänomen, eine abart der „Schwarzen Magie“, hat auch in europäischen Breiten mit der Angst vor Dämonen, Tiergeistern und Vampiren seinen Niederschlag gefunden, die Nachts umherstreifen um ihre tierischen Instikte Auszuleben oder Böses zu tun. Alles Aberglaube?

Fundort: Ecuador

Grösse: H 160, B 90