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Kristallschädel „E.T.“
Univ. Prof. Dr. Rudolf Distelberger, Direktor der Schatzkammer und weltweit
anerkannter Experte für Edelsteinbearbeitung untersuchte 1982 den berühmten
„Schädel von Lubaantun“ und kam aufgrund der Schleiftechnik und der
künstlerischen Gestaltung zu dem Ergebnis, dass hier keineswegs die
Hand eines Maya gearbeitet haben kann. Er nimmt an, dass der
Kristallkopf aller Wahrscheinlichkeit nach im vorigen Jahrhundert in
Europa erzeugt wurde.
Ganz anders die Einschätzung des renommierten Kunstexperten bei diesem außergewöhnlichen
Stück aus Guatemala. 1991 kaufte ihn die holländische Ex-Rennfahrerin
Jokey van Dieten und nannte ihn „E.T.“, da sein fremdartiges
Aussehen eher an das eines Außerirdischen erinnert als an einen
Menschen. Seltsames wird dem Schädel nachgesagt: Manche Menschen sollen
angesichts des Kopfes in Trance fallen, andere schreiben ihm magische
und heilende Wirkung zu und Esoteriker glauben, dass in ihm überirdische
Informationen gespeichert sind, die man ähnlich einem Computerprogramm
abrufen könnte. Auffallend sind die Augen, die eine tiefe trichterförmige
Bohrung aufweisen. Sie könnten ursprünglich mit Smaragden oder anderen
Edelsteinen geschmückt gewesen sein, wodurch die magische Ausstrahlung
des Schädels noch deutlicher zum Ausdruck kam.
Wie immer man über den
Zauber der Kristalle denken mag, Dr. Distelberger stellte in seiner
ersten Analyse Verblüffendes fest: Der Kristallkopf ist zumindest 500
Jahre alt, wurde präzise mittels Handpolitur bearbeitet und stammt
nicht aus Europa! Das vorläufige Resümee des Wissenschaftlers und
Edelsteinexperten: „Es wäre für einen Fälscher völlig unrentabel,
in vieljähriger Arbeit einen solchen Schädel händisch zu polieren, um
diese Form herzustellen. Ich kann nicht erklären, warum der Kopf so
naturalistisch aussieht, fast wie ein europäischer Kopf, trotzdem schmäler
und zugleich durch Handpolitur hergestellt mit Mitteln, die bei uns unüblich
sind. Das ist das nicht zu lösende Problem bei diesem Stück, das
vermutlich vor seiner Entdeckung ziemlich lange unter der Erde lag.“
Fundort: 1908 in Guatemala, Mittelamerika; seit 1991 in Besitz der Sammlung
Van Dieten.
Größe: 5 Kg, Rauchquarz; H 160, B 120, T 210,
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