Saurier bedeutet „Echsen“. Der Name wird im heutigen Sprachgebrauch mit den Reptilien des Erdmittelalters assoziiert. Unter den Dinosauriern gab es gewaltige Raubechsen mit riesigen Körpermaßen, die den Rekonstruktionen der Paläontologen zufolge so aussahen, als wären sie das direkte Vorbild der Drachen aus den verschiedenen Mythologien. Unserem Wissenstand zufolge soll der Mensch aber nie Zeitgenosse der Saurier gewesen sein, die rund 60 Jahrmillionen vor seinem ersten Auftreten ausstarben. Es gibt jedoch alte Felszeichnungen, etwa aus der Cosquer-Höhle in Südfrankreich, die wie naturgetreue Wiedergaben jener Reptilien aussehen, die der Mensch unserem Wissensstand zufolge nie leibhaftig erblickt haben kann. Zwei umstrittene Keramiksammlungen aus Ica in Peru und Acambaro in Mexiko, werfen ebenfalls die kühne Frage auf, ob zu einem Zeitpunkt, als Dinosaurier die Welt beherrschten, bereits Menschen gelebt haben könnten. Bei den Objekten von Ica handelt es sich um Steine und Tonfiguren der umstrittenen Sammlung von Dr. Javier Cabrera: Die Motive zeigen Fabelwesen aller Art, unbekannte Landstriche, Operationen und vor allem Saurier sowie andere bizarre Geschöpfe im Zusammenleben mit großäugigen Menschen. Während der genaue Fundort in Ica unbekannt ist und die Kollektion von Wissenschaftlern als Falsifikate deklariert werden, sind die Skulpturen von Acambaro und ihre Fundumstände genau dokumentiert. Die ersten Keramikfunde wurden 1944 von dem Kaufmann Waldemar Julsrud entdeckt. Zwischen 1944 bis 1952 wurden dann vor Ort in Acambaro, nordwestlich von Mexico City, weitere Tausende Figuren ausgegraben. Die Sammlung soll an die 75.000 Stücke (heute sind es noch rund 33.000 Keramiken) umfasst haben, die alle seltsame Attribute zeigen: fremdartige Menschenrassen und monsterhafte Kreaturen. 1954 schickte das Instituto Nacional de Antropologia e Historia (Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte von Mexiko) vier Vertreter an den umstrittenen Fundort. Geleitet wurde das mexikanische Expertenteam von dem Prähistoriker Dr. Eduardo Noguera. In einem Bericht wurde vermerkt, dass während der Ausgrabungen alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Dennoch äußerten sich die Archäologen offiziell kritisch zu den aufgefundenen Gegenständen. Die Schlussfolgerung, dass es zwischen Menschen und Dinosauriern womöglich eine bislang unbekannte Verbindung gab, schien ihnen doch zu phantastisch.